Oder: „Wie komme ich sicher zu einer ästhetisch schönen Restauration?“

Nachdem wir in Teil 1 vieles über das Liquid Ceramic System MiYO selbst, die Gerüstbearbeitung und auch die Verarbeitung erfahren haben, behandelt die Fortsetzung den Glanzbrand, die Strukturierung und die Fertigstellung. Am Ende dieses Teil-Artikels erhaltet ihr noch eine kleine Übersicht für eure erste MiYO-Krone mit wichtigen Verarbeitungshinweisen und Brennparametern.

Nach dem Kolorieren eurer Kronen gibt es zwei Möglichkeiten des Oberflächenfinishs. Wenn ihr die Oberflächentextur der Restauration nicht verändern möchtet, tragt ihr die InSync Glasurpaste auf der gesamten Restauration auf. Dabei ist es wichtig, in einem vorbereitenden Schritt die Paste mit einem metallfreien Spatel aufzurühren. Beachtet im Anschluss immer, dass ihr die ofenspezifischen Brennparameter einhaltet.
Ihr werdet mit der InSync Glasurpaste einen perfekten Glanz ohne weißlichen Schleier erhalten. Der Glasurbrand läuft bei einer Seitenzahnkrone exakt genauso ab wie bei einer Frontzahnkrone.
Eine weitere Möglichkeit ist, mit den MiYO Strukturpasten zu arbeiten; damit könnt ihr individuelle Oberflächentexturen einfach mit dem Pinsel einarbeiten.

Die Strukturpasten haben eine besondere Beschaffenheit, sie sind ein sogenanntes thixotropes Material, das heißt, sie werden durch das Bearbeiten „flüssiger“. Daher ist es wichtig, sie vor der Anwendung mit einem metallfreien Spatel im Döschen sehr gut „durchzukneten“ und auf keinen Fall zu verdünnen. Wenn die Strukturmassen eine marzipanartige Konsistenz haben, sind sie perfekt für die weitere Verarbeitung.
Zum Auftragen von MiYO Structure solltet ihr einen etwas festeren Pinsel, z. B. einen Opakerpinsel verwenden; damit lassen sich die Massen sehr gut verteilen.
Die einfachste Möglichkeit ist die „pure structure“-Variante (Abb. 01+02). Dabei wird zunächst die „Structure Window“-Masse auf die gesamten Oberfläche aufgetragen, denn die farbliche Gestaltung aus den vorherigen Schritten wird dabei nicht verändert.

01+02 „pure structure“-Variante: Die Strukturmasse „Structure Window“ wird auf die gesamte Oberfläche aufgetragen. Die farbliche Gestaltung aus den vorherigen Schritten wird dabei nicht verändert.

Dann die Strukturpaste mit dem Fön etwas antrocknen, bis sie weißlich wird; nun ist es ganz einfach, mit dem Pinsel individuelle Oberflächenstrukturen einzuarbeiten. Es lohnt sich, wenn ihr euch für diesen Arbeitsschritt Zeit nehmt und Details ausarbeitet. Die Oberflächentextur bleibt nach dem Brand sehr schön erhalten; so spart ihr Zeit für das Nacharbeiten (Abb. 03+04).

 

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03 MiYO Structure vor dem Brand

04 MiYO Structure nach dem Brand

Die Strukturmassen sind self-glazing, d. h. dort, wo ihr MiYO Structure aufgetragen habt, müsst ihr keine Glasurpaste mehr auftragen, umgekehrt natürlich schon. Bereiche ohne Strukturmasse müssen vor dem Brand mit Glasurpaste überzogen werden.
Bei der etwas anspruchsvolleren „creative structure“-Variante werden bei der Strukturierung verschiedene Massen verwendet. Es ist außerdem möglich, Structure Window mit Colormassen zu mischen, um besondere Farbeffekte zu erzielen. Zum Beispiel können „Structure Window“ und „Halo Spring“ im Verhältnis 1:1 gemischt werden, um einen orange-rötlichen Schneideneffekt zu erzielen. Mit „Structure Ice“ können bläuliche, mit „Structure Blush“ leicht rötlich opalisierende Lichteffekte erzielt werden. Die „Structure Ghost“-Masse erhöht den Helligkeitswert. Structure Enamel entspricht Schneide 59.

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MiYO Pluspunkte:

+ Zuverlässige Ergebnisse
+ Einfaches Handling
+ Wirtschaftlich durch schnelle Arbeitsprozesse
+ MiYO Color mit perfekt eingestellter Fluoreszenz und Opazität für Kontrast und Tiefenwirkung
+ MiYO Structure – einzigartige Strukturpasten
+ Natürlicher Lichtbrechungsindex der Strukturmassen bereits ab Schichtstärke 0,1 mm auf monolithischen Kronen sichtbar
+ Hohe Farbstabilität
+ Reduzierte Schrumpfung
+ Ergebnisse ohne Überraschungen durch Kontrolle der Form, Oberfläche und Struktur vor dem Brand