Eine gute Portion “Old School”-Zahntechnik

Liebe Azubis,

mein Name ist Günther List, ich lebe in Österreich und setze mich hier sehr für unseren schönen Beruf ein.
Vielen Dank, dass ihr euch entschieden habt, den tollen Beruf des Zahntechnikers zu erlernen. Ihr habt sicher auch im Vorfeld schon Negatives über unseren Beruf gehört, erlebt oder einen Eindruck von außen bekommen, der euch vielleicht zum Nachdenken angeregt hat. Nun ja, der Beruf ist tatsächlich im Wandel, aber ich sage euch, gerade für euch junge Leute, die mit dem Computer groß geworden sind, ist die zunehmende Digitalisierung in der Zahntechnik die große Chance. Ich merke das jedes Mal, wenn ich mit der Maus am PC etwas konstruiere und mir der Jungtechniker sprichwörtlich die Maus aus der Hand nimmt, weil er es einfach nicht aushalten kann, wie langsam und kompliziert ich mit dem PC umgehe. Meiner Meinung nach habt ihr da einfach einen riesen Vorsprung gegenüber uns „Alten“. Ich sehe die Digitalisierung nicht so sehr als Verdrängung, sondern viel mehr als Unterstützung.
Trotzdem bleibt die Kreativität beziehungsweise das wirkliche Handwerk dabei nicht auf der Strecke. Die Grundlagen der Zahntechnik müssen euch aber dringend beigebracht werden, denn nur ein Zahntechniker mit fundiertem Wissen kann auch digital einen funktionierenden Zahnersatz konstruieren. Ich hoffe für euch alle, dass ihr einen feinen Ausbildungsplatz gefunden habt, am besten mit einem gut aufgestellten digitalen Equipment, aber auch mit einer guten Portion „Old School“-Zahntechnik. Freut euch darauf, dann einmal selbst eure Arbeiten im Mund der Patienten sehen zu können. Es ist spannender als der beste Thriller im Kino, wenn ihr dann einmal eine Frontzahnbücke oder noch schwieriger einen Einzelzahn in der Front beim Zahnarzt im Patientenmund eingliedern müsst. Ich kann euch gleich versprechen, dass ihr da jedes Mal Gänsehaut bekommt. Aber sollte der Patient danach glücklich sein, habt ihr die Prüfung bestanden.
Toll wäre es auch, wenn ihr die Fotografie als zusätzliches Hobby entdeckt; so mancher Zahntechniker gibt mittlerweile Kurse im Bereich Dentale Fotografie.
Versucht so viele Kurse, Kongresse, Ausstellungen oder sonstige Fortbildungsangebote wie möglich zu nutzen, von jeder Veranstaltung kann man etwas „mitnehmen“.
Tauscht euch untereinander aus, nehmt das Angebot der sozialen Medien an; überall gibt es tolle Bilder zu sehen, Möglichkeiten Fragen zu stellen oder auch einfach nur mitzulesen. Beispiele auf Facebook wären die Gruppen „Zahntechniker“, „Ausbildung Zahntechnik“ oder, wenn ihr über die Grenze schauen wollt, „Zahntechnik Österreich“. Lasst euch inspirieren von den tollen Bildern und Diskussionen.
Ich bin davon überzeugt, dass ihr euch richtig entschieden habt, den Beruf des Zahntechnikers zu erlernen. Seid kreativ, interessiert, neugierig, wissbegierig und stets pünktlich, dann wird es eurem Ausbilder eine Freude sein, euch in den schönen Beruf einzuführen.

Mit kollegialen Grüßen aus Wien

Ztm. Günther List

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